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Seligsprechung - Feier 2006
Paul Josef Nardini
Paul Josef Nardini

Bistum Speyer stimmte sich in Pirmasens auf die Seligsprechung ein

Nardinis leerer Geldbeutel als Symbol für Gottvertrauen

Mehr als 500 Gläubige, darunter rund 60 Priester und 100 Ordensfrauen, ließen sich am 3. September in einem Gottesdienst in der Kirche St. Pirmin in Pirmasens auf die bevorstehende Seligsprechung des Pfälzer Priesters und Ordensgründers Paul Josef Nardini einstimmen. In der Feier, mit der die letzte Vorbereitungsphase auf das für das Bistum Speyer bisher einmalige Ereignis eröffnet wurde, übergab Bischof Dr. Anton Schlembach den Dekanen der zehn Dekanate des Bistums sowie einer Mallersdorfer Ordensfrau je einen Erinnerungsgegenstand an den künftigen Seligen. Die Gedenkstücke und Symbole, die am 22. Oktober bei der Seligsprechungsfeier im Speyerer Dom wieder zusammenkommen, werden in den nächsten Wochen bei Veranstaltungen und Gottesdiensten in der Pfalz und Saarpfalz eingesetzt. Sie sollen auf das Glaubens- und Lebenszeugnis Nardinis hinweisen und die Katholiken zur Nachfolge Christi motivieren.

So überreichte der Bischof dem Vertreter des Dekanats Kusel den leeren Geldbeutel Nardinis als Symbol für dessen Gottvertrauen auch in scheinbar aussichtslosen Situationen. Das Dekanat Ludwigshafen erhielt den Gürtel seines priesterlichen Gewandes, der an das biblische Motiv des "Gegürtet-Seins", der Wachsamkeit erinnert. Bischof Schlembach verband die Übergabe mit der Mahnung, "wach für die Zeichen der Zeit zu sein" - wie Nardini, der Probleme entschlossen und mutig an der Wurzel angepackt habe. Die Schuhe, die im Dekanat Pirmasens blieben, rückten den Seelsorger in den Blick, der sich nicht in seiner Kirche verschanzte, sondern auf Menschen in Not zuging.

Ein Bild des gekreuzigten Christus, das über Nardinis Bett hing, war für das Dekanat Saarpfalz bestimmt. Den Kelch des Nachfolgers von Nardini in der Pfarrei Pirmasens nahm der Dekan des Dekanats Speyer in Empfang. "Der Kelch stärke euch in dem Bemühen, wie Paul Josef Nardini Christus ganz zu folgen", sagte Bischof Schlembach. Auf die Reise in die Dekanate schickte der Bischof außerdem eine Holzfigurengruppe der heiligen Familie (Dekanat Germersheim), Nardinis Brevier (Dekanat Donnersberg), sein Messbuch (Dekanat Bad Dürkheim), ein Korporale (Altartuch) und seine Stola (Dekanat Landau) sowie ein Bild des heiligen Franziskus (Dekanat Kaiserslautern). Ein Rosenkranz sowie ein franziskanischer Ordensstrick sollen die Mallersdorfer Schwestern an den "Geist des Ursprungs" ihrer Gemeinschaft erinnern.

Der Gottesdienst war auch mit einer Taufgedächtnisfeier verbunden, bei der die Gläubigen ihre Taufversprechen erneuerten. In seiner Predigt bezeichnete der Bischof die Taufe als "unschätzbares Geschenk Gottes". Sie sei "so etwas wie eine Herztransplantation, Implantation eines neuen Herzens, das offen ist für Gott, für seinen Heilswillen, für seinen Ruf". Dass dieses neue Herz nicht abgestoßen werde, sondern funktionsfähig bleibe, dazu helfe die Erneuerung des Taufversprechens, also die Absage an das Böse und die Zusage, in Gemeinschaft mit Gott, mit Jesus Christus, und der Kirche zu leben. Sie führe mit innerer Dynamik zu einem christlichen Leben, nicht selten sogar zu einem geschichtsmächtigen Lebenswerk und zur ewigen Seligkeit bei Gott - "wie bei Paul Josef Nardini", betonte der Bischof.

Im Wortlaut: Die Übergabe der Erinnerungsgegenstände

Im Wortlaut: Die Predigt von Bischof Dr. Anton Schlembach


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