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Seligsprechung - Feier 2006
Paul Josef Nardini
Paul Josef Nardini

Ein Lied für den "Heiligen der Caritas"

Weihbischof Georgens texte Lied zur Nardini-Seligsprechung

"Gottesmann in schwerer Zeit, stets für Christi Ruf bereit, Paul Josef Nardini. Bleib uns Menschen zugewandt, reich uns helfend deine Hand, Paul Josef Nardini." Unmittelbar nach der Seligsprechung des Pfälzers Pfarrers und Ordensgründers am 22. Oktober werden die Gläubigen im Speyerer Dom dieses Lied anstimmen. Geschrieben hat den Text der Speyerer Weihbischof Otto Georgens, dem als Vorsitzendem des Caritas-Verbandes für die Diözese Speyer der große "Armenvater" des 19. Jahrhunderts besonders am Herzen liegt.

Nardini war ein "Heiliger der Caritas" betont der Weihbischof und verweist auf den unermüdlichen Einsatz des Pirmasenser Geistlichen für die Menschen am Rande der Gesellschaft im Zeitalter der Industrialisierung. "Nardini wurde selbst als uneheliches Kind geboren und spürte von Kindheit an, was es heißt, unerwünscht zu sein. Ihm ging es darum, die Not an der Wurzel zu bekämpfen." Für Georgens ist die Seligsprechung ein "Geschenk", aber zugleich Aufgabe und Verpflichtung für die Kirche heute. "Wir müssen uns fragen, was Nardini heute tun würde", sagt der Weihbischof und gibt gleich die Antwort: "Nardini würde denen helfen, die sich nicht selbst helfen können."

Mit seinem Lied will der Weihbischof erreichen, dass der neue Selige den Weg in die Herzen der Menschen findet. "Und das geht einfacher über den Gesang, als sich in die Biografie zu vertiefen", ist Georgens überzeugt. Aus diesem Grund war es entscheidend, eine eingängige Melodie zu finden. Fündig wurde der Weihbischof beim 70. Geburtstag eines Verwandten. Auf einem Liedblatt für eine Andacht aus diesem Anlass fielen ihm die Noten zu dem 1874 in Paderborn komponierten Lied "Zu Dir schick ich mein Gebet" auf. "Den langen Namen Paul Josef Nardini in ein Versmaß reinzubringen ist schwierig. Doch dieses Lied war dafür geeignet." Bei der Premiere in Pirmasens Anfang September jedenfalls haben die Gläubigen das Lied gut angenommen. "Die Melodie ist sehr einprägsam und leicht mitzusingen."

Insgesamt sechs Strophen dichtete Georgens. Bilden die erste und letzte Strophe den Rahmen, so beschreibt der Weihbischof in den Strophen zwei bis vier die Grunddimensionen kirchlichen Handelns: die Verkündigung des Wortes Gottes, den Gottesdienst und die Caritas, den Dienst am Nächsten. Strophe fünf schließlich würdigt Nardini als einen Seelsorger nach dem Vorbild des guten Hirten.

Das Nardini-Lied ist nicht das Erstlingswerk des Weihbischofs. Schon in der Vergangenheit fiel Georgens immer wieder durch sein Faible für Verse auf, schrieb etwa ein Pirminius-Lied und bereicherte die Domnapf-Füllung zum Heiligen Jahr 2000 mit seinen Reimen. Einen weiteren Beitrag hat der Weihbischof für die Zeit nach dem 22. Oktober bereits auf Lager. Da mit der Seligsprechung Nardinis dessen Verehrung im Bistum beginnt, hat er zu der Melodie des bekannten Liedes "Der Geist des Herrn erfüllt das All" einen neuen Text geschrieben, ein "Lied zu den Heiligen unseres Bistums": zu Maria, der Mutter Gottes, zu Pirmin, dem Glaubensboten der Pfalz, zu Edith Stein, der großen Sucherin nach Wahrheit, und zu Nardini, dem neuen "Heiligen der Caritas".


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