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Bischof em. Schlembach in Germersheim)
Bischof em. Schlembach in Germersheim

Germersheim feiert Paul Josef Nardini

Nardinis Heimatstadt erinnert an den Seligen

Die Heimatstadt von Paul Josef Nardini hat am 6. Oktober ihrem großen Sohn die Ehre erwiesen: Der Platz gleich neben dem Rathaus heißt nun "Nardini-Platz", ihn schmückt eine Bronzestatue des Seligen, geschaffen von Bildhauer Leopold Haffner. Die Nardini-Statue blickt von ihrer übermannshohen Steinsäule Richtung der Straße, in der der Selige 1821 zur Welt kam, und darüber hinaus zur katholischen Stadtkirche.

Zu Beginn der Feier begrüßte Bürgermeister Dieter Hänlein viele Bürger und Ehrengäste aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und den Kirchen - darunter auch rund 25 Mallersdorfer Schwestern. Die Ordensfrauen des von Nardini gegründeten Ordens kamen aus dem bayrischen Mutterhaus selbst, aber auch fast allen pfälzischen Niederlassungen an den Rhein.

Die Segnung der Statue und des Platzes nahm der frühere Speyerer Bischof Anton Schlembach vor. In seiner Ansprache hob er die Verbindung zwischen Nardini und seiner Heimat hervor: "Hier sind seine Wurzeln. Der Anfang eines Lebens ist immer mit dabei, das gilt besonders für die, die auch nach ihrem Tod noch wirksam sind." Der Bischof erinnerte aber auch daran, dass Paul Josef in Germersheim zunächst das allseits unerwünschte uneheliche Kind gewesen sei. Was aus dem Jungen geworden sei, verdanke man besonders seiner Pflegefamilie. In fließendem Italienisch wandte sich Schlembach an die aus dem oberitalienischen Vicenza angereiste Abordnung mit dem Vertreter des dortigen Bischofs. Aus Vicenza stammte der Pflegevater des Seligen, Anton Nardini, der nach der Heirat mit Paul Josefs Tante den Zweijährigen adoptierte. Die Seligsprechung sei erst der Anfang, betonte Schlembach und warb um ein "Nardini-Bewusstsein in unserem Bistum Speyer": "Wir brauchen Nardini, denn er ist eine Lichtgestalt, ein Geschenk Gottes gerade auch an diese Stadt."

Bürgermeister Hänlein hatte in seiner Begrüßung darauf hingewiesen, dass Nardini nicht erst seit seiner Seligsprechung in Germersheim eine geachtete Persönlichkeit ist. Das Stadtoberhaupt nannte als Beleg die seit 1978 bestehende Schule für Lernbehinderte, die den Namen des Seligen trägt. "Wir sind hier sehr stolz auf ihn." Hänlein dankte dem früheren Pfarrer Josef Wendel für seine Initiative zum Erwerb einer Statue, den Spendern und auch dem Stadtrat. Einstimmig hatte dieser für die Namensgebung des Platzes votiert. Bei Sonnenschein, Mallersdorfer Bier, Weißwürsten, Brezeln klang das Fest auf dem neuen Nardini-Platz aus, mitgestaltet wurde es von den Aktiven der Pfarreien Sonderheim und Germersheim.


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