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Paul Josef Nardini)
Paul Josef Nardini

Verehrungsstätte für Paul Josef Nardini

Dudenhofen: Reliquienübertragung am Nardinitag

Dudenhofen (25.01.2012). Sechs Jahre nach der Seligsprechung des Pfälzer Pfarrers Paul Josef Nardini erhält auch die Pfarrkirche von Dudenhofen eine Verehrungsstätte für den Seelsorger und Ordensgründer, der im 19. Jahrhundert in Pirmasens gegen die soziale Not kämpfte. Am 27. Januar, dem 150. Todestag Nardinis, wird in einem festlichen Gottesdienst um 18 Uhr ein Reliquienschrein mit einer Reliquie des Seligen in die Nardinikapelle des Gotteshauses übertragen und in eine Nische hinter dem Altar zur ständigen Verehrung eingesetzt.

Schon vor längerer Zeit hatte ein Mitglied der Pfarrgemeinde herausgefunden, dass von Seiten Nardinis verwandtschaftliche Beziehungen nach Dudenhofen bestanden. Auf Initiative dieses Gemeindemitglieds wurde die bis dahin namenlose Werktagskapelle der Pfarrkirche am 22. August 2011, dem 165. Jahrestag der Priesterweihe des Seligen, offiziell zur Nardinikapelle umgewidmet.

Paul Josef Nardini, der aus Germersheim stammte, gilt als herausragende Seelsorgergestalt und sozialer Vorkämpfer in der Zeit der beginnenden Industrialisierung. Als er 1851 Pfarrer in Pirmasens wurde, traf er in der noch kleinen Stadt, die sich damals zu einem Zentrum der Schuhherstellung entwickelte, auf großes soziales Elend. Um der Armut und Not zu begegnen, gründete er 1855 die Schwesterngemeinschaft der "Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie" (Mallersdorfer Schwestern). Die Ordensfrauen nahmen sich der verwahrlosten Kinder in seiner Pfarrei an und kümmerten sich um alte und kranke Menschen. Nardini starb 1862 im Alter von nur 40 Jahren. Mit der Seligsprechung 2006 wurden sein Lebenswerk und sein Glaubenszeugnis als vorbildlich auch für Christen heutiger Zeit herausgestellt.


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